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Biobauer Knauer GbR

Ich bin Teil des HumusKlimaNetz, weil...

… mich die Zusammenhänge des Humusaufbaus und natürlicher Nährstoffkreisläufe sehr interessieren. Das ist auch der Grund, warum ich ökologisch wirtschafte.
Die Bodenfruchtbarkeit ist besonders wichtig, vor allem im Hinblick auf den Klimawandel. Für mich ist das eine Existenzsicherung. Ich möchte meinen Ertrag aus den natürlichen Gegebenheiten erwirtschaften.

Betriebsbeschreibung

Josef Knauer und seine Kinder Rosa und Paul bewirtschaften zusammen zwei Betriebe. Mit ihrem Betrieb in Groß Petershagen bei Greifswald im Landkreis Vorpommern-Greifswald sind sie Teil des HumusKlimaNetz. Ein weiterer Betrieb befindet sich in Taing in Bayern.
Die Familie Knauer erwarb den Betrieb in Groß Petershagen 2005 und stellte ihn auf Ökolandbau um. Seit Beginn gehört der Betrieb zum Naturland-Anbauverband. Die Milch vermarktet Josef Knauer an die Gläserne Molkerei.
Perspektivisch wird Rosa Knauer den Betrieb in Groß Petershagen übernehmen.
Auf einer Demofläche testet Josef Knauer den Anbau von Hanf als Winterzwischenfrucht. Auf einem Streifen wird Hanf in Reinsaat angebaut und auf einem zweiten Streifen in die Standardzwischenfruchtmischung eingemischt. Als Referenz dient ein Streifen mit der Standardzwischenfrucht des Betriebes. Josef Knauer hat bereits Erfahrung, Hanf anzubauen; eine Nutzung der Fasern ist jedoch nicht vorgesehen. Die abgefrorenen Pflanzen werden in den Boden eingearbeitet. Das Interesse von Josef Knauer liegt darin zu untersuchen, ob Hanf als Zwischenfrucht in Reinsaat oder eingemischt in die Standardzwischenfruchtmischung eine bessere Humusbildung, Durchwurzelung und dadurch auch eine Auflockerung des Bodens erzielt als die betriebsübliche Zwischenfruchtmischung. Die möglichen positiven Effekte von Hanf als Zwischenfrucht sind mit den höheren Kosten für das Hanfsaatgut abzuwägen.

Betriebsspiegel

Biobauer Knauer GbR

Wirtschaftsweise

ökologisch

Boden-Klima-Raum

Lehmböden Ostsee

Betriebsgruppe

Nord-Ost

Betriebsschwerpunkte

Milchviehbetrieb

Betriebsfläche

400 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche, davon 220 ha Acker und 180 ha Grünland

Arbeitskrafteinsatz

sechs Angestellte, davon vier in Teilzeit

Bodenart

Sandböden

Bodenpunkte

10 – 35

Niederschlag in mm / m² / Jahr

durchschnittlich 550

Angebaute Fruchtarten

Kleegras, Triticale, Landsberger Gemenge, Mais, Hafergemenge oder Roggen

Nutztierhaltung

180 Milchkühe plus Nachzucht

Maßnahmen

Letzter Stand

Februar 2026