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„Dem Klimawandel begegnen: Gezieltes Humus- und Biodiversitätsmanagement durch Kleegras und Untersaaten“– Feldtag auf dem Biobetrieb Naturhof Philipp GbR in Neuhausen (Baden-Württemberg)

WAS: „Dem Klimawandel begegnen: Gezieltes Humus- und Biodiversitätsmanagement durch Kleegras und Untersaaten“– Feldtag auf dem Biobetrieb Naturhof Philipp
WO: Naturhof Philipp GbR, Birkenhof, 75242 Neuhausen
WANN: Donnerstag, 28. Mai 2026, 9:30 Uhr – 13:00 Uhr

Zahlreiche Programme und Projekte befassen sich inzwischen mit den Klimawandelfolgen für die Landwirtschaft. Viele Landwirtinnen und Landwirte gehen gemeinsam voran und erproben Neues für die Praxis. Der Feldtag stellt zwei dieser Netzwerke in Theorie und Praxis vor. Gäste des Feldtags können sich vor Ort selbst ein Bild machen und sich darüber informieren, was auch für den eigenen Betrieb ein Mehrwert sein kann. 

Der Feldtag startet um 9.30 Uhr mit der Vorstellung des HumusKlimaNetz durch die Regionalkoordinatorin Jutta Ortlepp, BÖLW, und des Biodiversitätsnetz Baden-Württemberg (BiodivNetz BW) durch Wenzel Steinhilper vom Regierungspräsidium Karlsruhe (RPK). Den Impulsvortrag zum Thema „Kleegras gezielt für den Humusaufbau nutzen und optimal verwerten“, hält Christian Lutz, Bioland Beratungsdienst und Betriebsbegleiter im HumusKlimaNetz.

Der Betriebsleiter Gerd Philipp ist mit seinen Flächen in beiden Projekten engagiert. Er stellt im Anschluss seinen Betrieb sowie seine gezogene Hackmaschine Cameleon (Fa. Gothia) vor. Mit der Maschine kann sowohl Aussaat als auch Kulturpflege in Verbindung mit Untersaaten in einer Überfahrt erledigt werden.

Im Rahmen des HumusKlimaNetz testet Gerd Philipp den Anbau von Kleegras mit Schnitt, mit Beweidung oder gemulcht, und neben den verschiedenen Untersaaten, die Nutzung von Agrobiogel, zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und um Wasser im Boden zu halten, in verschiedenen Ausbringungsmengen. In Kooperation mit dem Biodiversitätsnetz BW baut er Getreide in weiter Reihe mit und ohne blühende Untersaat an. Außerdem sorgt er durch die Einsaat von Niederwild- und Blühmischungen auf stillgelegen Flächen für ein vielfältiges Nahrungsangebot und Rückzugsflächen für zahlreiche Tierarten der Agrarlandschaft.
Auf der Feldrundfahrt schauen sich die Gäste die verschiedenen Maßnahmen der Biodiversitätssteigerung und des Humusaufbaus in Boden- und Feldansprachen an. Christian Lutz als HumusKlimaNetz-Betriebsbegleiter stellt die Auswirkungen der Kleegrasnutzung auf den verschiedenen Flächen vor. Hannah Weinläder von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) steht den Besuchenden bei der Maßnahme „weite Reihe“ Rede und Antwort.

Der Betrieb:
Gastgeber Gerd Philipp betreibt mit seiner Familie einen landwirtschaftlichen Betrieb in Neuhausen im Enzkreis am Rande des Nordschwarzwaldes. 2017 wurde ein Teil der Ackerfläche auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt. Mittlerweile bildet der ökologische Ackerbau mit Dinkel, Sommerhafer, Roggen, Ackerbohnen, Erbsen und Kleegras einen Schwerpunkt des Betriebes. Das zweite Standbein stellt die weiterhin konventionelle Pensionspferdehaltung mit extensiven Dauergrünlandflächen und einem geringen Umfang Ackerbau dar. 

Neben dem HumusKlimaNetz weitere beteiligte Projekte:
Das BiodivNetz BW ist mit dem Ziel gegründet worden, Demobetriebe als best-practice Beispiele im Bereich der Biodiversität in den relevanten Naturräumen des Landes zu etablieren sowie den Wissenstransfer zwischen Fachbehörden, Beratung und Praxis zu unterstützen. Die Förderung und der Ausbau der Biodiversität in der Landwirtschaft ist ein wichtiger Bestandteil der Umsetzung des „Biodiversitätsstärkungsgesetzes“.

Das Institut für Angewandte Agrarforschung ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU). Die Forschungsarbeiten befassen sich mit der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen und der Optimierung produktionstechnischer und ökonomischer Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Es ist Partner im Biodiversitätsnetz Baden-Württemberg und begleitet die Betriebe wissenschaftlich.

PROGRAMM

9.30 Uhr
9.45 Uhr
10.05 Uhr
10.45 Uhr
11.15 Uhr
12.45 Uhr
Anmeldung und Begrüßungskaffee
Projektvorstellung HumusKlimaNetz: Jutta Ortlepp, Regionalkoordination, BÖLW; BiodivNetzBW: Wenzel Steinhilper RPK
Kleegras gezielt für den Humusaufbau nutzen und optimal verwerten – ökonomische Betrachtung verschiedener Verwertungsmöglichkeiten, Christian Lutz, Bioland Beratungsdienst und Betriebsbegleiter HumusKlimaNetz
Betriebsvorstellung und Vorstellung Camäleon (Saattechnik)
Feldrundfahrt mit Bodenansprachen - Kleegrasetablierung als Untersaat in der Zwischenfrucht; - Auswirkungen von Agrobiogel auf die Folgekultur; - Unterschiedliches Kleegrasmanagement und Wirkungen auf die Folgekultur; - Weite-Reihe Wintergetreide mit blühender Untersaat: Christian Lutz, Bioland Berater, Hannah Weinläder, HfWU Nürtingen, Betriebsleiter Gerd Philipp und Referent*innen der Netzwerke
Resümee und Aussprache am Feldrand. Bei Interesse ist anschließend noch ein Betriebsrundgang möglich.